Live-Blog zum automotiveIT Kongress –
21. März 2019

„Wir bringen die Mitarbeiter wieder zurück an die Tastatur“ – Ralf Waltram (BMW)

Einen Einblick in BMWs agile Methoden innerhalb der Fahrzeugentwicklung und Produktionsplanung erlaubt nun Ralf Waltram. Unter anderem habe man in diesem Zusammenhang Produkte innerhalb von acht Domains gegliedert, die gemeinsam mit den zuständigen Fachbereichen entwickelt worden waren. Um die Mitarbeiter für die neuen Organisationsformen zu begeistern, habe man unter anderem die Initiative „Back to Code“ gestartet, den Software-Fokus der Mitarbeiter in den Vordergrund zu rücken.

CIO Klaus Straub diskutiert die Ziele, die sich BMW mit der neuen IT-Strategie gesetzt hat: 50 Releases pro Tag, keine Downtime. Zu diesem Zweck setzt BMW auf Feature-Teams, die entweder intern oder in Kooperation mit externen Partner agieren. Insgesamt strebt der Hersteller eine Eigenleistungsquote von über 50 Prozent an.

„Die neuen Wettbewerber sind für uns nicht unbedingt Audi oder auch Tesla, sondern Google oder Microsoft“ – Klaus Straub (BMW)

Nach der Mittagspause erwartet die Besucher des automotiveIT Kongress ein BMW-Triumvirat aus CIO Klaus Straub, Ralf Waltram, Vice President IT Systems Research and Development sowie Daniel Motus, Product Owner Design and Virtual Product Experience. Gemeinsam erläutern die drei Experten BMWs IT-Strategie „100% agil“ und deren praktische Umsetzung im Hinblick auf die Handlungsfelder Struktur, Prozesse, Technologie und Unternehmenskultur.

Vor dem Auftritt von Klaus Straub, CIO bei BMW, ist nochmal das Publikum gefragt: „Sind agile Methoden das Patentrezept für die digitale Transformation?“ Zwei Drittel des Plenums spricht sich für agile Methoden in Kombination mit anderen Konzepten aus. 24 Prozent votieren zumindest für die Anwendung der Agilität in gewissen Teilen. Für eine reine Fokussierung auf Agilität stimmen nur 4 Prozent.

Während der Mittagspause bestand auch wieder die Möglichkeit, an spannenden Breakout-Sessions unserer Partner teilzunehmen. Darunter Vorträge von Celonis, T-Systems, der NTT Gruppe sowie IBM und Dell EMC.

Die Hälfte der Vorträge beim automotiveIT Kongress 2019 liegt mittlerweile hinter uns. Zeit also für die Mittagspause. Eine gute Gelegengheit, um bei gutem Essen ausgiebe Gespräche zu führen.

„Die modernsten Flugzeuge sind fliegende Rechenzentren“ – Roland Schütz (Lufthansa)

Beim Thema IT-infrastruktur habe man den Weg in die Cloud angetreten, erklärt Schütz. Dies dürfte jedoch kein Selbstzweck sein, sondern müsse stets mit einem Mehrwert verbunden sein. Unter anderem mache die gewaltige Datenmenge im Flugzeug den Schritt notwendig. Pro Flug fallen etwa ein Terrabyte Daten aus rund 400 Sensoren an, so der Lufthansa-CIO. Eine durchgängige globale sichere Plattform sei daher enorm wichtig.


Foto: Faces by Frank

„Das autonome Fliegen ist einfacher als das autonome Fahren“ – Roland Schütz (Lufthansa)

Einen Blick in die Mobilität der dritten Dimension wirft Roland Schütz, Executive VP Information Management und Lufthansa Group CIO. IT sei für die Luftfahrtbranche ein genauso wichtiges Thema wie für die Automotivebranche, so Schütz. Bei der Lufthansa beschäftigen sich 5.000 der 130.000 Mitarbeiter mit IT. Für dieses Thema gebe man ungefähr 1,3 Mrd. Euro aus. Man sehe sich innerhalb der Branche unter den führenden Airlines, so Schütz. Aktuelle Technologietrends frühzeitig zu antizipieren sei auch in der Luftfahrt überlebenswichtig.

„Connected Vehicles gibt es sowohl am Boden als auch in der Luft“ – Roland Schütz (Lufthansa)