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Mobilität hat sich deutlich weiterentwickelt. Es gebe nach Ansicht Kalmers auch bereits viele gute Ansätze wie beispielsweise das Carsharing. Dennoch nimmt die Stauproblematik in den Großstädten immer mehr zu. MHP möchte daher ein System mit mobiler Intelligenz entwickeln, dass Stau- und Parkplatzprobleme anhand von Datensteuerung und Vernetzung lösen soll.

Nach Villinger kommt Tim Kalmer, Manager und Practice Leader vom IT-Beratungsunternehmen MHP auf die Bühne.

„Ein Kampf der verschiedenen Ökosysteme kann nicht das Ziel für die künftige Mobilität sein“ – Roland Villinger (Audi)

Um die Digitalisierung erfolgreich umzusetzen, benötige es auch entsprechendes Personal, so Villinger. Audi investiere daher massiv in die Ausbildung von Fachkräften – etwa über eine Kooperation mit der Online-Bildungsplattform Udacity.

Um die Herausforderungen der Future Mobility zu lösen, setzt Audi zunehmend auf agile Methoden. Unter anderem umfasst dies eine einheitliche Backend-Infrastruktur sowie die Entkopplung der Entwicklungszyklen von Hard- und Software. Zudem setze man in der Entwicklung auf einen konsequenten DevOps-Ansatz und die zielführende Kooperation mit Partnern wie dem Kartendienst Here.

„Wir müssen über das Fahrzeug hinaus denken und diese neuen Lösungen dann in das städtische Umfeld integrieren“ – Roland Villinger (Audi)

Künftig möchte Audi, so Villinger, auch zubuchbare Funktionen für die eigenen Fahrzeuge anbieten – etwa hinsichtlich des Infotainment, der Assistenzsysteme oder der Performance des Elektro-Serie e-tron. Gleichzeitig könne auch die Einbindung in Car-to-X-Systeme das Fahrerlebnis verbessern – etwa durch intelligente Verkehrsflusssysteme, die Verbindung mit Ampelsystemen und Kreuzungen oder das automatische Ein- und Ausfahren in Parkhäusern.

Die Mobilität der Zukunft müsse sicher sein, so Villinger – sowohl in Bezug zur Verkehrs- als auch zur Datensicherheit. Erreichen werde man dies vor allem dank autonomer Fahrzeuge. Hierfür müsse jedoch zunächst Vertrauen auf Seiten des Nutzers geschaffen werden. Bei der Entwicklung entsprechender Systeme verfolge man einen zweispurigen Ansatz: Neben der evolutionären Weiterentwicklung adressiere man autonomes Fahren auch bereits jetzt auf den Stufen vier und fünf.

„Mobilität muss mühelos sein“ – Roland Villinger (Audi)

Erster Referent des dritten Vortragsblocks ist Roland Villinger, CDO und CSO bei Audi, der über die Integration des Fahrzeugs in den digitalen Lebensstil des Kunden spricht. Wichtig sei es vor allem, die Komplexität der Systeme zu verringern und die Bedienung so intuitiv wie möglich zu gestalten. Unter anderem adressiert der Ingolstädter OEM dies über flexible Bedienkonzepte und die Personalisierung von Fahrzeugfunktionen. Zudem sei eine durchgängige User Experience über digitale Öko- und Mobilitätssysteme hinweg ein Teil der künftigen Premium-Nutzererfahrung.