Live-Blog zum automotiveIT Kongress –
21. März 2019

Und damit endet der 11. automotiveIT Kongress 2019 in Berlin. Wir danken allen Referenten, Sponsoren und Teilnehmern für eine rundum gelungene Veranstaltung!

Als erster Jungunternehmer betritt Xaver Lehmann vom Startup e-bot7 die Bühne, um das eigene Unternehmen zu pitchen. e-bot7 bietet eine KI-Lösung, die Mitarbeiter im Kundenservice unterstützen sollen. Unter anderem sollen dabei häufig auftretende Anfragen erkannt und automatisch beantwortet werden. Den zweiten Slot füllt Günther Hoffmann, CEO des Predictive Analytics-Startups LexaTexer. Das Unternehmen verschreibt sich der Aufbereitung von Daten für deren Analyse. Unter anderem werden so Sales oder Demand Forecasts oder Predictive Maintenance-Anwendungen möglich. Unter anderem arbeitet das Jungunternehmen bereits mit Daimler zusammen. Der dritte Jungunternehmen ist Jonas Moßler von Susi & James. Das Unternehmen ist sowohl im IT- als auch im OT-Bereich, sowie im Sektor HMI mit eigenen Lösungen auf KI-Basis unterwegs. In der Autobranche kooperiert das Unternehmen bereits mit BMW und Porsche. 

Zum Abschluss des automotiveIT Kongress 2019 lädt Oliver Köth, CTO von NTT Data Deutschland, drei Startups auf die Bühne. Präsentieren können sich e-bot7, LexaTexer sowie Susi & James. Gemeinsames Element der Präsentationen ist das Thema AI-Assistenten.

„Ohne Datenkonsistenz gibt es keine Digitalisierung“ – Markus Bentele (Mahle)

Die Mahle-IT setzt im Moment eine neue Governance auf. Technologie sei in diesem Zuge aber nur die eine Seite der Medaille. Wer seine Mitarbeiter auf dem Weg der digitalen Transformation mitnehmen möchte, müsse nach Ansicht Benteles besonders im persönlichen Bereich Fähigkeiten fördern und Talente ausbilden.

„Wer neue Prozesse aufsetzt, darf sich auch nicht von Gegenwind aus der Ruhe bringen lassen“ – Markus Bentele (Mahle)


Foto: Faces by Frank

Die Zeit, in denen sich Fachabteilungen in der Komfortzone ausgeruht haben, sei laut Bentele längst vorbei. Die Transformation eines Unternehmens könne nur gelingen, wenn alle Mitarbeiter an einem Strang ziehen. Getreu dem Motto „steter Tropfen höhlt den Stein“ werden auch bei Mahle die digitalen Prozesse laufend überprüft. Dabei dürfe man auch nicht vor Gegenwind kapitulieren, betont der CIO.

„Als IT verstehen wir uns als Baustein der gesamten Unternehmensvision“ – Markus Bentele (Mahle)

Nach dem durchaus launigen Vortrag von Joseph Reger folgt mit Markus Bentele der VP Information Technology & Group CIO vom Zulieferer Mahle. Bentele betont, dass die IT in den vergangenen Jahren stark an Bedeutung gewonnen hat und ganz neue Herausforderungen stemmen muss. Aus einem dezentralen IT-Setup heraus soll die IT bei Mahle zum Enabler der digitalen Transformation werden.

Während das Quantum Computing noch nicht den Höhepunkt des Hype Cycle erreicht hat, biete das Annealing bereits jetzt realisierbare Vorteile. Echtes Quantencomputing werde in den kommenden Jahren zunehmend in der Realität ankommen, so Reger, jedoch nicht innerhalb von Systemen, die etwa in der Produktion oder im Fahrzeug praktikabel zum Einsatz kommen können.

„Normalerweise braucht man ein ganzes Semester, um diese Technologie zu verstehen. Ich habe leider nur eine Viertelstunde Ihnen das zu erklären“ – Joseph Reger (Fujitsu)


Foto: Faces by Frank