Das Vortragsprogramm des 10. automotiveIT-Kongress neigt sich dem Ende entgegen, das Get Together mit Live-Musik, Longdrinks und Currywurst beginnt. automotiveIT dankt allen Referenten, Sponsoren und Teilnehmern herzlich für’s Kommen!

Die Umstellung der IT auf agile Methoden sei von der Belegschaft extrem gut angenommen worden. Erste zählbare Erfolge seien etwa in den Bereichen Time-to-Market und Qualität erreicht worden. Bis zum Erreichen einer 100-prozentigen Agilitätsrate werde man allerdings noch mindestens drei Jahre benötigen. Wichtig sei neben der technischen Umsetzung auch, Fachbereiche und Management konstruktiv in den Prozess einzubinden.

Um das Unternehmen auf Agilität zu trimmen, setzt die BMW-IT auf Veränderungen bei Prozessen, Strukturen, Technologien und eine Änderung der Unternehmenskultur. Dabei findet die Umsetzung global gleichmäßig statt. Statt einer Projektzentrierung setze man stärker auf eine Orientierung an Produkten.

„Wir treiben die digitale Transformation nicht nur über moderne Software, sondern auch über neue Skills der Mitarbeiter voran“ – Klaus Straub (BMW)

Schwerpunkte der BMW-Strategie sind laut Straub das Connected Car, der Bereich Industrie 4.0 sowie die digitale Customer Experience. Themen wie 3D-Druck oder KI seien hierbei nur einige der zentralen Themen der IT-Agenda. Bereits 2016 habe sich BMW von der Idee einer zweigleisigen IT mit Wasserfall- und agilen Methoden verabschiedet – unter anderem aufgrund der nahezu unmöglichen Einteilung von Projekten in eine der beiden getrennten Kategorien. Die einzige Lösung: „100% Agile“

„Unsere IT-Strategie erstreckt sich sowohl aufs Fahrzeug, als auch alle Prozesse dahinter“ – Klaus Straub (BMW)

Den letzten Vortrag des Tages hält BMW-CIO Klaus Straub, der die agile Organisation des Münchner Premiumherstellers thematisiert. Vor allem seien Autobauer gezwungen, sich auf eine immer volatilere, unvorhersehbarere und komplexere Umgebung einzustellen, so der IT-Chef BMWs. Dies adressiere man mit einer auf Flexibilität und Geschwindigkeit ausgelegten Strategie.

Zum Abschluss des Jubiläumskongresses spricht nun Klaus Straub, CIO bei BMW.

„Eine Mobilitätsplattform von morgen, braucht den Einsatz aller Akteure. Dabei muss man sich auch nicht vor den großen Playern aus Amerika verstecken“ – Tim Kalmer (MHP)

Unter anderem spricht Kalmer über intelligente Mobilitätssysteme – etwa zur Verkehrssteuerung. Auf Basis aktueller Verkehrsdaten sei es etwa möglich, Pooling-Systeme oder eine Echtzeit-Routenführung zur Entlastung der Infrastruktur zu realisieren. Wichtig seien dabei vor allem Kooperationen mit verschiedenen Partnern, um das Datenmanagement von morgen zu optimieren. Je mehr Teilnehmer an einer entsprechenden Plattform teilnehmen, so Kalmer, umso höher der Nutzen.